"Großer Gott! Dies ist ein schrecklicher Ort"
- Der antarktische Kontinent -

Bilder der TAMSEIS Antarktisexpedition
vom 26. Oktober bis 13. Dezember 2002, von Alexander Gerst

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"Großer Gott! Dies ist ein schrecklicher Ort"

Dies waren die Worte Robert Falcon Scotts als er nach zweieinhalbmonatigen Qualen den Südpol erreichte, nur um dort Amundsen's verlassenes Zelt zu finden. Er machte sich als gebrochener Mann mit seinen vier Begleitern auf den Weg zurück zur Hütte am Hut Point - gelegen am Rand des Ross Eisschelfes, den sie nie erreichen würden. Der Weg zurück erwies sich als Albtraum. Nahrungsmittel waren knapp und die Männer waren von Verletzungen und Erfrierungen geplagt. Scotts Begleiter starben nach und nach. Oates konnte fast nicht mehr laufen, bis er eines Nachts während eines Blizzards aufstand, das Zelt verlies und sagte "Ich gehe nur nach draußen und werde eine Weile weg sein". Dies waren seine letzten Worte - er hatte sich selbst geopfert, um seine Kameraden nicht zu gefährden.
Nur 11 Meilen von ihrem nächsten großen Nahrungsdepot kamen die drei übrigen Männer Scott, Wilson und Bowers in einen wütenden Sturm und konnten nicht mehr weiter. Nach 10 Tagen Gefangenschaft im Zelt ohne Nahrung waren sie am Ende ihrer Kräfte.
Scotts letzter Tagebucheintrag vom 29. März 1912 lautete mit krakeliger Schrift:

***************
Würden wir überleben, so hätte ich eine Geschichte über die Kühnheit, die Ausdauer, und den Mut meiner Begleiter zu erzählen... So aber müssen diese Notizen und unsere toten Körper diese Geschichte erzählen
...
Draußen vor dem Zelt bleibt nur ein wirbelnder Drift.
Wir werden es bis zum Ende aussitzen, aber wir werden schwächer... und unser Ende kann nicht weit sein.
Es ist sehr schade, aber ich kann nicht mehr schreiben--
R. Scott

Letzter Eintrag
Um Gottes Willen, kümmert euch um meine Männer!
***************

Acht Monate Später wurden die Leichen Scotts, Wilsons und Bowers' in ihrem Zelt gefunden. Die Suchexpedition errichtete ein Kreuz auf dem Observation Hill bei Hut Point. Die Inschrift lautet übersetzt nach den Worten von A. E. Tennyson:
In Erinnerung an Scott, Wilson, Evans, Oates und Bowers, die auf dem Rückweg vom Südpol im März 1912 starben.

Zu verlangen, zu suchen, zu finden - und niemals aufzugeben.

Diese Geschichte zeichnet ein grausames und gnadenloses Bild der weitgehend unbezwungenen Antarktis - was zweifellos auch eine Seite dieses Kontinents ist. Die Bilderserie hier soll jedoch auch die andere, unbekannte und wunderschöne Seite der Antarktis zeigen, sowie die Arbeit von heutigen Antarktiswissenschaftlern dokumentieren.



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